Father Michael Witte Education Centre in Kandongu, Kenia

Father Michael Witte Education CentreDas Father Michael Witte Education Centre ist eine kleine Grundschule 60 km südlich des Mt. Kenya. Insgesamt werden hier derzeit 230 Kinder von der Babyclass (ab 3 Jahren) bis zur 8. Klasse unterrichtet. Ab Januar 2017 wird zum ersten Mal die 8. Klasse, also die Abschlussklasse, das Schuljahr durchlaufen und durch die landesweiten Exams abschließen. Bisher war die Schule im Aufbau und ist jedes Jahr um eine Klassenstufe gewachsen.

Die Schule wurde 2010 auf die dringende Bitte der Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohner hin gegründet und wird von den Brothers of St. Joseph geleitet. Schon im Jahr 2011 wurden in der Community Hall der Brüder 38 Kinder unterrichtet. Die Bruderschaft, die Kirche, Bekannte und Familienmitglieder der Schülerschaft sammelten Spenden für den weiteren Ausbau der Schule – und schon im Jahr 2012 stieg die Zahl der Schülerinnen und Schüler auf 96.
Seit Ende 2012 verbringen regelmäßig Freiwillige aus Deutschland einige Monate in der Schule und bringen neue Ideen mit, um die Eigenständigkeit der Schule zu unterstützen: So entstand eine kleine Farm, bestehend aus drei Kühen, 20 Hühnern, sechs Ziegen und Mais- und Bohnenfeldern. (Einen Erfahrungsbericht über die freiwillige Mitarbeit in der Schule finden Sie hier).

Die Finanzierung der Schule läuft teilweise über den Verkauf der Produkte aus der eigenen Farm und teils durch Gelder aus staatlicher Förderung und Spenden aus der Verwandtschaft und dem Freundeskreis der Brothers und Ehrenamtlichen u. a. aus Deutschland. Durch die Schulgelder, die die Kinder zahlen müssen, können gerade die Löhne der Lehrerinnen und Lehrer und die nötigsten Kosten gedeckt werden. Wenn Familien das Schulgeld für ihre Kinder nicht zahlen können, besteht auch die Möglichkeit, dass ein Elternteil auf der Farm mitarbeitet und das Kind als Gegenleistung grundlegende formale Bildung erhält. Mittagessen bringt jedes Kind selbst mit, sodass die Schule nur den allmorgendlichen Maismehlbrei/Porridge bereitstellt.
Die Wasserversorgung wird inzwischen durch Wassertanks gewährleistet, welche durch Regenwasser während der Regenzeiten gefüllt werden. In den Trockenperioden stellt es aber dennoch eine große Herausforderung dar und häufig muss auf das Wasser des Flusses zurückgegriffen werden. Der Transport des Wasser kann inzwischen zwar durch den hauseigenen Schulbus und Wasserkanister passieren, ist jedoch extremst aufwendig, schwer und das Wasser schmutzig!
Inzwischen ist auch eine begrenzte Menge Strom verfügbar, die u. a. durch ein kleines Solarpanel auf dem Dach gewonnen wird. Der Strom reicht jedoch nicht einmal aus, um die Klassenzimmer zu beleuchten und es kommt sehr oft zu Stromausfällen.

Bereits realisierte Projekte

Mithilfe des intensiven Engagements von Marie-Luise Lehmann und vielen Spenderinnen, Spendern und Unterstützerinnen und Unterstützern werden seit 2012/2013 in Kooperation mit den Brothers of St. Jospeh viele Projekte zu Gunsten der Schule und der Kinder realisiert:

– Bau von Klassenzimmern bis Klasse 8
– Kauf eines Schoolvans
– Kauf eines Kühlschranks (zur Lagerung der Milch und Lebensmittel für die Schüler)
– Kauf eines neuen Ofens für die Küche
– Diary Goats
– Klassenzimmerinventar (Tafeln, Stühle und Tische)
– Bau einer kleinen Straße von der Schule zur Hauptstraße
– Bau von Lehrerwohnungen, Latrinen und Lehrerzimmer
– Versorgung der Lehrerhäuser mit Strom

students of Father Michael Witte Education Centre

Die zukünftigen Ziele der Schule

– Ausbau der Wasserversorgung
– neue Wassertanks, um mehr Regenwasser auffangen zu können und nicht auf das schmutzige Wasser des Flusses zurückgreifen zu müssen
– Anschaffung einer weiteren Kuh: mit steigender Schülerzahl steigt auch der Konsum an Milch
– Erwerb von weiterem Inventar: Stühlen, Tischen, Tafel
– Erwerb von Unterrichtsmaterialien für die Schülerinnen und Schüler: Bücher, Stifte, Papier
– Ausbau des Pausenhofs: Klettergerüst und Schaukeln
– Bau eines Zaunes um das Schulgelände, um mehr Sicherheit zu gewährleisten
– Anstellung eines Securityteams, um das Gelände zu bewachen, da in Kenia die Sicherheit der Schulen durch die Regierung noch nicht gewährleistet werden kann
– in der Langzeitplanung soll sich die Schule zu einem Internat entwickeln, so dass dann weiterhin Bauarbeiten geplant sind: Dormitories, Latrinen, Essenssaal etc
– Ausbau der Solarenergie bzw. der Stromversorgung
– Bau von Komposttoiletten
– weitere Bewirtschaftung der Felder, um durch den Verkauf mehr Kosten decken zu können

siestalunch at Father Michael Witte Education Centre

 

 

 

 

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie ebenso unter www.njoki.org sowie auf Facebook unter Fr. Michael Witte Education Centre. Akifra e.V. möchte das schnell wachsende Schulprojekt nach Kräften unterstützen. Dazu brauchen wir Ihre Spenden oder Ihre Mitarbeit!

Dazu nutzen Sie bitte unsere Kontoverbindung:

Akifra e.V.
IBAN: DE47 850 503 00 3120 2209 56
BIC: OSDDDE81XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Verwendungszweck: Kandongu-Kenia

Marie-Luise Lehmann:

Die Schule in Kandongu steckte zu Beginn meiner Tätigkeit in Kenia noch in den allerkleinsten Kinderschuhen und es ist wunderbar zu sehen, wie sie langsam wächst und gedeiht. Dadurch, dass der Kontakt zu dem Schulleiter sehr gut ist und er uns hier in Deutschland an allen neuen Schritten teilhaben lässt, kann jeder mitverfolgen, was explizit mit den Spenden geschieht. Die Kinder und ihre Familien, die Lehrerschaft und die Brüder zeigen so große Dankbarkeit, dass es ein schönes Gefühl ist, bei dem Aufbau dieser Schule mitzuwirken!
Die Schule liegt am Rande des Dorfes und als Praktikantin kann man schnell in diese großartig afrikanisch-bunte Welt und Kultur eintauchen. Die Freiwilligen werden an die Hand genommen und haben dadurch erst einmal die Möglichkeit, sich einzuleben, zu orientieren und Kontakte zu knüpfen. Es ist kein überlaufener Touristenort, sondern ein typisch kenianisches Dorf, in dem man mit Sicherheit nicht so schnell anderen Europäern über den Weg läuft.
Es ist einfach jedem zu empfehlen, den Schritt zu gehen und sich selbst aufzumachen in ein Graswurzelprojekt. Dort kann mit angepackt werden und Unterstützung bei der Verwirklichung von Ideen geleistet werden! Machen Sie sich auf den Weg und seien Sie dabei! In Kenia lernt man, eigene Maßstäbe neu zu setzen und dadurch einen anderen Blick auf das deutsche Leben zu bekommen. Hierfür ist Kandongu ein wunderbarer Ort, um afrikanisches Leben kennenzulernen und gleichzeitig den Aufbau einer Dorfschule zu begleiten und zu unterstützen.