Kanam For Education – KAFE

Freiwilligen-SeminarJONYO-PRIMARY-SCHOOLSCHOOL FOTO-JONYO SECONDARY SCHOOL

 

 

 

 

 

KAFE wurde um das Jahr 2000 von Eltern einiger Schüler der insgesamt acht Primary Schools in der Region von Kanam am Viktoria-See in Kenia gegründet. Das Ziel der Elterninitiative war es, die Zukunftschancen für ihre Kinder durch den Bau einer weiterführenden Schule (Secondary School) zu verbessern, da die nächstgelegene Secondary School über 300 Kilometer entfernt ist. Die Kosten für Unterkunft, Verpflegung und Lehrmittel in einem Internat sind für viele Familien, die oftmals von unter einem Dollar pro Tag leben müssen, nicht aufzubringen. Daraus entstand die Motivation der Eltern, eine Secondary School in Kanam-Dorf zu errichten, die dann unter dem Namen “Jonyo Secondary School“ mithillfe einer großen Spendenaktion noch im Jahr 2000 gebaut werden konnte.

Ergebnisse
Jonyo Secondary School

Die Spendenaktion ermöglichte den Bau von vier Klassenzimmern, die noch im selben Jahr von den ersten Schülern genutzt werden konnten. Als Lehrkräfte fungierten zunächst Studenten, die in ihren Semesterferien in ihre alte Heimat kamen, um dort in der Schule auszuhelfen. Später unterrichteten Lehrer der Grundschule gleichzeitig an der Jonyo Secondary School. Zusätzlich kamen auch Abiturienten während ihrer Wartezeit bis zum Beginn des Studiums an die Schule. Dieses Engagement von vielen Seiten ermöglichte fünf Jahre lang, dass immer genügend Lehrer für die Schüler zur Verfügung standen. Um 2005 sandte die kenianische Regierung qualifizierte Lehrer für Secondary Schools nach Jonyo, die die Arbeit der ehrenamtlichen Lehrer endgültig übernahmen. Die Bemühungen der Eltern wurden somit durch die offizielle Anerkennung der Schule durch staatliche Institutionen gekrönt! Außerdem wurde die Infrastruktur der Schule kontinuierlich um weitere Klassenzimmer und ein Labor erweitert.

Komposttoiletten
In den acht Grundschulen in Kanam-Dorf ist der Bau von zehn Trenntoiletten an der Jonyo Primary School kürzlich abgeschlossen worden. Die neue, verbesserte Infrastruktur wird von ca. 600 SchülerInnen und LehrerInnen genutzt. Das Pilotprojekt wurde an der Jonyo Primary
School konzipiert und soll nun an den restlichen 
Grundschulen vor Ort erweitert werden. Der Bau konnte durch Spenden sowie Fördermittel ermöglicht werden. Der Trenntoilettenbau dient auch der Gewinnung von Düngemitteln, welche dem Früchte- und Gemüseanbau dienlich ist. Dazu wird ein Baumschulprojekt auf dem Schulgelände eingeplant, welches die Vegetation verbessern und die Kommune nachhaltig fördern wird. Zur Baueröffnungszeremonie im Januar hat unsere Partner NGO vor Ort in Kenia während der Umsetzung des Trenntoilettenbaus an der Jonyo Primary School die gesamte Elternschaft und Partner der Kenya Commercial Bank eingeladen. Diese Transparenzmaßnahmen sichern ab, dass die Projektmittel und Spenden für die gewünschten Zwecke eingesetzt werden.

KAFE fertige Trenntoiletten



Die bisher genutzten Tiefloch-Toiletten sind nicht nachhaltig und im Hinblick auf Anschaffung und Nutzungsdauer eher kostspielig. Der Einsatz von Komposttoiletten würde nicht nur eine Verbesserung der hygienischen Entsorgung der Exkremente bedeuten, sondern der entstehende Kompost kann außerdem als Düngemittel eingesetzt werden. Der Anbau von Gemüse und Obst wird dadurch erleichtert werden und es werden neue Bäume gepflanzt, um der Bodenerosion in der Region entgegen zu wirken.
Die nächste Baumaßnahme steht bereits bevor: gemeinsam mit den Ingenieuren ohne Grenzen (Regionalgruppe Freiberg) planen wir den Bau einer Wasserzisterne und Trenntoiletten an der Nyasanja Primary School.

Derzeitige Projekte
Mädchenbildung
Ein wichtiger Punkt von KAFE ist die Förderung der Bildung von Mädchen. Die in der Region vorherrschende gesellschaftliche Übereinstimmung, dass Jungen prinzipiell mehr Zukunftschancen haben als Mädchen und deshalb in ihre Bildung investiert werden muss, führt dazu, dass die Lernmotivation der Mädchen schon während der Primary School verloren geht. Weniger als zwei Prozent der Mädchen, die ihren Abschluss auf der Primary School geschafft haben, gehen danach auf die Secondary School. Der Rest der weiblichen Absolventen sieht –aus finanziellen oder sozialen Gründen- von diesem weiteren Bildungsweg ab.

Jonyo ist eine gemischte Schule, die zugleich als Internat dient. Insgesamt 3.113 Mädchen und Jungen besuchen derzeit die umliegenden Primary Schools. Rechnet man diese Anzahl für die Zukunft hoch, zeigt sich, dass die Anzahl der Schüler für eine einzige Secondary School in Kanam viel zu hoch ist, um ein gutes Lernumfeld zu gewährleisten. Dies ist auch einer der Gründe, warum KAFE derzeit daran arbeitet, eine reine Mädchen Secondary School zu errichten. Dadurch wird die Bedeutung der weiterführende Bildung für Mädchen gestärkt und als Absolventinnen werden ihnen Chancen für einen weiteren Berufsweg ermöglicht.

Kanam Education Exchange Programme (KEEP) Initiative
Im August 2013 wurde die KEEP-Initiative gegründet, um Freiwilligen den Austausch zwischen Deutschland und Kanam zu ermöglichen. Es umfasst verschiedene kleine Projekte, die mithilfe vom deutsche Freiwilligen und Schülern der Kanam Region entwickelt werden sollen.

Die Projektansätze und Ideen sind unter anderem:
1. Kanam Youth Against AIDS (KAYAA) zur Bekämpfung von HIV/AIDS in Kanam.
2. Kanam Girls Initiative (KAGI) zur Förderung von Bildung der Frauen und Gleichstellung von
Frauen und Männer in Kanam.
3. Kanam Cultural Restoration Movement (KACREM) zur Konservierung von Kulturgütern in
Kanam für künftige Generationen.
4. Kanam Youth Talent Initiative (KAYTI) zur  Förderung von Talenten der Jugendlichen in Kanam in verschiedenen Bereichen, z.B. Sport, Musik, Malerei.
5. Kanam for the Old (KAFO) zu Gewährleistung der Pflege von Älteren durch Engagement der Jugendlichen.
6. Kanam for the Environment (KaFE) für Umweltschutz in der Region.

Unterstützung

Falls Sie Interesse haben sollten, als freiwilliger Helfer im KAFE Projekt vor Ort in Kenia mitzuwirken, wenden sie sich bitte direkt an den Projektkoordinator Akuno Moses Ochieng unter kafe[at]akifra.org

Um das Projekt finanziell zu unterstützen, freuen wir uns über Ihre Spende unter dem Kennwort KAFE – Kenia.

Dazu nutzen Sie bitte unsere Kontoverbindung:

Akifra e.V.
IBAN: DE47 850 503 00 3120 2209 56
BIC: OSDDDE81XXX
Ostsächsische Sparkasse Dresden
Verwendungszweck: KAFE-Kenia